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	<title>Allerleirauh | Artikel &uuml;ber Fiesel</title>
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		<title>Allerleirauh | Artikel &uuml;ber Fiesel</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 13:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tiff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dem Thema Neurodermitis und Ernährung sind ganze Bücher gewidmet. Auch ich habe eine ganze Reihe von Experimenten hinter mir, wie sicherlich kaum ein Neurodermitiker umhin kommt, seinen eigenen Ernährungsweg zu finden.
Ich kann aus meiner derzeit stabilen Situation heraus von Glück reden, dass ich momentan so gut wie alle Nahrungsmittel zu mir nehmen kann, ohne dramatische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dem Thema Neurodermitis und Ernährung sind ganze Bücher gewidmet. Auch ich habe eine ganze Reihe von Experimenten hinter mir, wie sicherlich kaum ein Neurodermitiker umhin kommt, seinen eigenen Ernährungsweg zu finden.<br />
Ich kann aus meiner derzeit stabilen Situation heraus von Glück reden, dass ich momentan so gut wie alle Nahrungsmittel zu mir nehmen kann, ohne dramatische Folgen befürchten zu müssen. Das war nicht immer so, dazu später mehr. </p>
<p>Heute gibt es nur einige wenige Nahrungsmittel oder Kombinationen aus solchen, die sich auf meiner Haut in Erscheinung bringen. Interessanterweise wird dabei meist die Theorie bestätigt, dass jene Leckereien, an denen die Freude besonders groß ist, auch ihre ganz besonderen Folgen haben.<br />
<span id="more-186"></span><br />
Ich habe seit jeher ein besonderes Verhältnis zu Nahrungsmitteln. Als Kind eher ein negatives: Ich wurde nicht gestillt und es gab kaum eine Breisorte, die ich bereitwillig zu mir nahm. Auch später quälte ich mich eher durch die Mittagessen, was durch meine Mutter meist sanktioniert wurde. Oft stellte sie einen Wecker auf den Tisch und hielt mich an, aufzuessen bis &#8220;der Zeiger hier steht&#8221;.  </p>
<p>Trotz dieser Erfahrungen bin ich heute ein extrem lustvoller Esser, der dem Essen auch einen entsprechend großen Stellenwert einräumt, was Qualität, Würze und Herkunft anbelangt. Ein Umstand im Übrigen, der mir die Neurodermitis oft zusätzlich als extremes Übel erscheinen ließ, hatte ich doch einen Großteil meiner Jugend mit den wildesten Diäten und regelmäßigen Reformhausbesuchen verbringen müssen. Ein Reformhausbesuch in den 80er und 90er Jahren war im Gegensatz zu den heutigen Entdeckungsreisen in die Biomärkte kein wirkliches Vergnügen, und stellvertretend für so manches kulinarische Elend sind mir all die gescheiterten Carobversuche in Erinnerung, einem Schokoriegel zu ähneln. </p>
<p>Meine erste Diät startete ich nach einem Besuch bei <a href="http://www.dr-flade.de/">Dr. Flade</a>, die meinen von da an geltenden Speiseplan per kinesiologischem Muskeltest festlegte. Der Plan war erschreckend übersichtlich und die wenigen erlaubten Nahrungsmittel bestanden aus vielen Dingen, deren Namen ich noch nie zuvor gehört hatte. In Folge habe ich viel Zeit damit verbracht, überhaupt Einkaufsquellen aufzutreiben, die Quinoa anboten oder ein reines Roggenbrot ohne Hefe herstellten. Ich muss nochmal betonen, dass zu der damaligen Zeit das Angebot an diesen alternativen Lebensmitteln eher spärlich war. Heute fiele ein solcher Einkauf sehr viel leichter. </p>
<p>Im Laufe meiner Behandlung durch Frau Dr. Flade und später andere Therapeuten reduzierte sich der Speiseplan weiter. Die beinahe als Klassiker zu bezeichnenden Nahrungsmitteltabus wie Weizen, Eier, Zucker, Kuhmilch, Tomate, Zwiebel und Knoblauch waren auch in meinem Fall strengstens verboten, wen wundert es. Übrig blieben weiterhin die Alternativ-Getreidesorten wie Roggen oder Quinoa, als Süßungsmittel Ahornsirup sowie Akazienhonig, als Fleisch lediglich Geflügel, Ziegen- und Schafskäse bzw.-produkte. Sauerrahmbutter von der Kuh hingegen war gestattet (welch Freude). Außer Bananen war kein weiteres Obst erlaubt.<br />
Die Reduzierung des Speiseplans gipfelte später in einer angeordneten Rohkostdiät. Auch hier natürlich nur die rohe Kost der erlaubten Lebensmittel. </p>
<p>Ich kann mich erinnern, dass mir nicht nur der Entzug der teilweise geliebten Nahrungsmittel sehr zu schaffen machte. Weitaus schwerer wog noch die Feststellung, dass mein Verzicht sich in keiner Weise positiv auf den Zustand meiner Haut auswirkte. Ich erlitt in dieser Zeit nicht nur heftigste Schübe, von denen sich meine Haut kaum erholte, sondern auch mehrere sogenannte Superinfektionen. </p>
<p>Als ich eine solche während meiner fast ein Jahr andauernden Rohkostphase durchmachen musste, beschloss ich, wieder zu einem normaleren Speiseplan zurückzukehren. </p>
<p>Dies habe ich im Großen und Ganzen auch bis heute so beibehalten. Wie eingangs schon erwähnt, gibt es nach wie vor Problemnahrung. Die Kombination von Zwiebeln, Knoblauch und Tomate beispielsweise löst stets große Gaumenfreude bei mir aus, ist jedoch auch immer und recht umittelbar mit einem Fieselausbruch zu bezahlen. Legt man jedoch nicht gleich am nächsten Tag eine ähnlich heikle Kombination nach, bleibt der Fieselbesuch auch eher eine Stippvisite.<br />
Kuhmilchprodukte sind durchaus Bestandteil meines Speiseplans, Käse beispielsweise regelmäßig, schon allein, weil ich meine, das Ziegen- und Schafskäserepertoire in- und auswendig zu kennen. Allerdings habe ich mir den regelmäßigen Milchkaffeekonsum abgewöhnt, was zu spürbaren Verbesserungen führte.</p>
<p>Diese Haltung spiegelt meine heutige Ernährung insgesamt &#8211; ein möglichst umsichtiger und achtsamer Umgang mit den Lebensmitteln meiner Wahl. Ich habe noch nicht alle für mich persönlich gefährlichen Lebensmittel ausfindig gemacht, und auch nicht herausgefunden, ob tatsächlich in erster Linie die klassischen Neurodermitikertabus bei mir greifen, und was es genau ist, was mein Körper ablehnt.<br />
Manchmal allerdings will ich es gar nicht so genau wissen. Denn für ein gutes Essen nehme ich es auch schonmal mit den Fieseln auf.</p>
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		<title>Allerleirauh | Artikel &uuml;ber Fiesel</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 17:05:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tiff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf die Welt kam ich im Jahr 1970. Laut Angaben meiner Mutter gab es keinen erwähnenswerten „Milchschorf-Befall“, jedoch zeigten sich recht schnell trockene Stellen in den Armbeugen und Kniekehlen. 
Ein Hautarzt konstatierte eine &#34;extrem trockene Haut&#34; (die ich bis heute so nicht empfinde!) und verschrieb den damaligen Klassiker &#34;Linola fett&#34;, der wohl auch recht gute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die Welt kam ich im Jahr 1970. Laut Angaben meiner Mutter gab es keinen erwähnenswerten „Milchschorf-Befall“, jedoch zeigten sich recht schnell trockene Stellen in den Armbeugen und Kniekehlen. </p>
<p>Ein Hautarzt konstatierte eine &quot;extrem trockene Haut&quot; (die ich bis heute so nicht empfinde!) und verschrieb den damaligen Klassiker &quot;Linola fett&quot;, der wohl auch recht gute Akzeptanz fand und mir Besserung verschaffte. Ich kann mich zumindest an keine Hautprobleme während meiner Kindheit erinnern. Erst in der Pubertät, im Alter von 14 Jahren, startete aus meiner Sicht die Neurodermitikerlaufbahn. </p>
<p>Mein Großvater sah ebenfalls den Zusammenhang mit der Pubertät und verschrieb mir als klassischer Allgemeinmediziner nichts ahnend <a href="http://allerleirauh.info/aknederm">Aknederm-Tinktur</a>.<br />
<span id="more-141"></span><br />
In der Überzeugung, die Pustel seien tatsächlich Akne-Variationen, nahm ich sowohl die Tinktur als auch die gleichnamige Salbe. Auf letztere greife ich im Übrigen heute noch zurück, wenngleich ich sie nie kommentarlos, mitunter warnend von Apothekern erhalte, sobald sie erfahren, dass ich Neurodermitiker bin und sie auch genau dafür einsetze. </p>
<p>Leider waren die Fiesel auf Brust, Dekolleté und Rücken nur der Auftakt, recht schnell gesellte sich die Kopfhaut hinzu, die mir regelmäßig mit offenen Stellen sehr zu schaffen machte. Bald darauf war auch das Gesicht involviert, ein Horrorzustand, der noch heute für mich einen GAU darstellt. </p>
<p>Mit Beginn des Studiums häuften sich die Schübe und eskalierten regelmäßig, das heißt, sie mündeten nicht selten in die sogenannten Superinfektionen. Meine damalige Wohnung (feuchte Wände, Schimmelpilzbefall) dürfte im Nachhinein betrachtet ihren Teil dazu beigetragen haben. </p>
<p>Nach dem Studium, mit Beginn meiner ersten Arbeitstätigkeit, kam es immer wieder zu Schüben, allerdings in zunehmend größeren Abständen, in denen sich meine Haut oft wieder erstaunlich gut stabilisierte. Leider blieben die Schübe in ihrer Intensität so heftig wie zuvor. </p>
<p>Etwa als ich 30 wurde, so meine ich beobachtet zu haben, änderte sich die Begleitung meines Lebens durch die Neurodermitis. Die Schübe haben in ihrer Intensität abgenommen, stattdessen gibt es kaum noch komplett symptomfreie Zeiten. Die Stellen, die mal mehr, mal weniger stark betroffen sind, sind zwar zu ertragen, aber eben leider stets zur Stelle. </p>
<p>Es ist sicher unmöglich, den eigenen Lebenslauf aus der Erinnerung korrekt wiederzugeben, aber mein Empfinden ist, dass ich mit 37 Jahren missmutig feststellte, nun irgendwie permanent etwas von der Krankheit zu haben. Meine eigene Erwartung hatte mich eher hoffen lassen, mit zunehmenden Alter nähmen die Symptome ab. </p>
<p>Ein Grund mehr zur <a href="/es-geht-mir-schon-so-lange">freudigen Feststellung</a> meiner nun bereits so lang anhaltenden nahezu kompletten Symptomfreiheit!</p>
<p>Was ich alles unternommen habe, um der Neuro beizukommen, dazu ein anderes Mal mehr &#8230;</p>
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		<title>Allerleirauh | Artikel &uuml;ber Fiesel</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 14:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tiff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Goldnerz Pflegecreme und Pflegecreme intensiv von der Firma Goldnerz kosteten früher bei regelmäßiger Anwendung ein kleines Vermögen.
Doch verdanke ich diesem inzwischen als &#34;duales Pflegesystem vermarkteten Creme-Doppelpack durchaus lindernde Momente während akuter Schübe &#8211; und das ohne Cortison &#8211;, so dass ich es an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen möchte. 
Die weiße Creme (intensiv) hat sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Goldnerz Pflegecreme und Pflegecreme intensiv von der <a href="www.goldnerz-cosmetic.de">Firma Goldnerz</a> kosteten früher bei regelmäßiger Anwendung ein kleines Vermögen.<br />
Doch verdanke ich diesem inzwischen als &quot;<a href="http://www.goldnerz-cosmetic.de/de/produkte/produktwelten/duales-pflegesystem/index.html">duales Pflegesystem</a> vermarkteten Creme-Doppelpack durchaus lindernde Momente während akuter Schübe &ndash; und das ohne Cortison &ndash;, so dass ich es an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen möchte. </p>
<p>Die weiße Creme (intensiv) hat sich oft genug gipsartig und damit Bläschen-erstickend auf meinem Körper in der Nacht breit gemacht, ein angenehmes Gefühl, wenn der Körper in einer akuten Juckreiz-Attacke steckt. Wenn dann die Fiesel-Attacke erstmal angehalten worden war, tat am nächsten Tag die sehr reichhaltige Pflegecreme wie eine Art Entschädigung tatsächlich richtig gut. </p>
<p>Rückblickend kann ich festhalten, dass dieses Cremedoppelpack meine Haut nie wirklich weiter gebracht hat, aber mir in manch verzweifelten Zeiten als die einzig wahre (Creme-)Hilfe erschien.</p>
<p>Es gibt inzwischen Nachahmer dieses Ansatzes (z.B. Siriderma Aufbaupflegecreme und Aufbaupflegecreme intensiv), diese habe ich aber selbst nicht ausprobiert, und kann daher zur Wirksamkeit nichts sagen. </p>
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