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	<title>Allerleirauh | Artikel &uuml;ber Pubertät</title>
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	<description>Ein atopisches Weblog</description>
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		<title>Allerleirauh | Artikel &uuml;ber Pubertät</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 19:43:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den verschiedenen Foren zum Thema Neurodermitis, aber auch andernorts liest man immer wieder, Neurodermitis sei heilbar, es müsse nur diese oder jene Therapie vollzogen werden, das Leben so oder so geändert werden, und auf DAS sollte man unbedingt verzichten. Von Leuten, die behaupten, Mittel XY &#8211; und nur diese &#8211; heile Neurodermitis, will ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den verschiedenen Foren zum Thema Neurodermitis, aber auch andernorts liest man immer wieder, Neurodermitis sei heilbar, es müsse nur diese oder jene Therapie vollzogen werden, das Leben so oder so geändert werden, und auf DAS sollte man unbedingt verzichten.<br />
Von Leuten, die behaupten, Mittel XY &ndash; und nur diese &ndash; heile Neurodermitis, will ich gar nicht reden. Darauf kann eigentlich nur hereinfallen, wer erst seit gestern mit Neurodermitis zu tun hat.</p>
<p>Aber wie sieht es nun aus mit den Heilungschancen? Dazu wäre zunächst zu klären, was Heilung eigentlich ist.<br />
<span id="more-159"></span></p>
<h2>Heilung</h2>
<p>Wikipedia spricht von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heilung">Herstellung oder Wiederherstellung der körperlichen und seelischen Integrität aus einem Leiden oder einer Krankheit</a>&#8220;. Integrität, das ist Unversehrtheit, man könnte auch Ganzheit sagen, oder sie &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperintegrit%C3%A4t">die ungestörte Funktionsweise eines biologischen Organismus</a>&#8221; nennen. Das ist ohne Frage ein Idealzustand. Zeigt mir einen Unversehrten, nur einen Organismus ohne Störung!</p>
<p>Da es hier aber <i>nur</i> um die Heilung von Neurodermitis bzw. des atopischen Ekzems geht, verkürze ich die Definition auf: Herstellung eines dauerhaften Zustandes ohne Symptome des atopischen Ekzems &ndash; ohne Bedingungen.</p>
<p>Abgesehen von der Dauerhaftigkeit ist die Bedingungslosigkeit für mich der entscheidende Punkt. Bedingungslos heißt, dass ich keine Regeln einhalten muss, die speziell dazu dienen, den Zustand der Symptomfreiheit aufrecht zu erhalten: keine Ernährungsvorschriften, keine Hautpflegevorschriften etc. pp. Mit anderen Worten, wenn du etwas tun must, was andere nicht tun müssen, um keine Neurodermitis zu bekommen, bist du nicht geheilt. Davon ausgenommen ist die Zeit der Heilung selbst.</p>
<h2>Ursachen und Therapien</h2>
<p>Die Frage nach der Heilung ist medizinisch bedingt durch die Frage nach den Ursachen. Status Quo der wissenschaftlichen Medizin ist, dass die Ursachen nicht geklärt sind. Angenommen wird ein &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neurodermitis">Zusammenspiel aus genetischen Faktoren, immunologischen Veränderungen und Umwelteinflüssen</a>&#8221; (Wikipedia). </p>
<p>Da die genetischen Faktoren schwer in den Zugriff zu nehmen sind, konzentrieren sich die verschiedenen Heilungsangänge, so sie nicht von vornherein programmatisch auf Symptomunterdrückung beschränkt sind, auf die Änderung von Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, um verursachende Umwelteinflüsse und die damit verbundenen allergischen Reaktionen zu minimieren. Darüber hinaus gibt es psychosomatische und psychotherapeutische Ansätze sowie diverse sogenannte <a href="http://neurodermitis.dermis.net/content/e294/e567/e576/index_ger.html">alternative Therapieformen</a>.</p>
<p>Bezogen auf die festgelegte Definition wird kaum eine Therapie beanspruchen, Heilung zu bewirken. Dennoch finden sich immer wieder ehemals Betroffene, die von Heilungserfolgen durch Hilfe der ein oder anderen Therapie berichten. Berücksichtigt man den vorherigen Leidensdruck, ist auch nachzuvollziehen, dass solche Behauptungen meist vehement verteidigt werden. Aber was ist dran an ihnen?</p>
<h2>Heilungserfolge</h2>
<p>Dass die Ursachen nicht vollständig geklärt sind, heißt nicht, dass ein Heilungserfolg ausgeschlossen ist. Aufgrund des individuell sehr unterschiedlichen Verlaufs des Krankheitsgeschehens ist ein Heilungserfolg jedoch nicht zu verallgemeinern. In der Tat zeigt es sich oft, dass das gleiche Mittel, die gleiche Therapie bei verschiedenen Anwendern zu verschiedenen Ergebnissen führt. </p>
<p>Erschwerend für die Bewertung eines Heilungserfolges kommt der Umstand hinzu, dass das atopische Ekzem unbeständig ist. So verschwinden die Symptome insbesondere bei Kindern oftmals spontan und anscheinend völlig unabhängig von der Behandlungsmethode. Weiß man nicht um diesen Umstand, wird verständlicherweise häufig die zuletzt verwendete Therapie als ausschlaggebend angesehen und propagiert. In Folge passiert das oben beschriebene: Beim Versuch, den Erfolg zu verallgemeinern, scheitert die Therapie.</p>
<h2>Dauerhafte Heilung?</h2>
<p>Am häufigsten tritt das atopische Ekzem im Kindesalter auf. Wie erwähnt, ist es aber oft nicht von Dauer, die meisten der im Kindesalter Betroffenen werden über kurz oder lang beschwerdefrei, sind geheilt im oben beschriebenen Sinne. Doch ist die Heilung von Dauer?</p>
<p>Leider treten die Symptome mitunter genauso unverhofft wieder auf, wie sie vormals verschwunden sind. Dazwischen können Jahrzehnte symptomfreier Zeit liegen. Eine unmittelbare Ursache für das Wiederauftreten der Symptome ist in der Regel nicht nachweisbar. </p>
<p>Warum es so ist, dass Neurodermitis oft nur für einige Jahre vor der Pubertät auftritt, manchmal aber im fortgeschrittenen Alter erstmals oder erneut auftaucht, oder aber auch ein Leben lang bleibt, ist nachwievor ungeklärt. Insofern ist auch die Wirksamkeit vorbeugender Maßnahmen ungewiss.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Aus dem Gesagten folgt, dass Heilung von Neurodermitis nicht ausgeschlossen ist. Doch ebenso gibt es keine Garantie, dass sie eintritt und bleibt. Das mag entmutigen oder Hoffnung geben, in der Regel ist für beides keine Zeit, denn der Neurodermitiker hat genug mit der unmittelbaren Not zu tun, um sich Hoffnungen oder Ängsten hinzugeben. Und vielleicht ist genau dieser Weg des unablässigen Bemühens um Bewältigung der gegenwärtigen Not der einzige Heilsweg.</p>
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		<title>Allerleirauh | Artikel &uuml;ber Pubertät</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 17:05:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tiff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebenslauf]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf die Welt kam ich im Jahr 1970. Laut Angaben meiner Mutter gab es keinen erwähnenswerten „Milchschorf-Befall“, jedoch zeigten sich recht schnell trockene Stellen in den Armbeugen und Kniekehlen. Ein Hautarzt konstatierte eine &#34;extrem trockene Haut&#34; (die ich bis heute so nicht empfinde!) und verschrieb den damaligen Klassiker &#34;Linola fett&#34;, der wohl auch recht gute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die Welt kam ich im Jahr 1970. Laut Angaben meiner Mutter gab es keinen erwähnenswerten „Milchschorf-Befall“, jedoch zeigten sich recht schnell trockene Stellen in den Armbeugen und Kniekehlen. </p>
<p>Ein Hautarzt konstatierte eine &quot;extrem trockene Haut&quot; (die ich bis heute so nicht empfinde!) und verschrieb den damaligen Klassiker &quot;Linola fett&quot;, der wohl auch recht gute Akzeptanz fand und mir Besserung verschaffte. Ich kann mich zumindest an keine Hautprobleme während meiner Kindheit erinnern. Erst in der Pubertät, im Alter von 14 Jahren, startete aus meiner Sicht die Neurodermitikerlaufbahn. </p>
<p>Mein Großvater sah ebenfalls den Zusammenhang mit der Pubertät und verschrieb mir als klassischer Allgemeinmediziner nichts ahnend <a href="http://allerleirauh.info/aknederm">Aknederm-Tinktur</a>.<br />
<span id="more-141"></span><br />
In der Überzeugung, die Pustel seien tatsächlich Akne-Variationen, nahm ich sowohl die Tinktur als auch die gleichnamige Salbe. Auf letztere greife ich im Übrigen heute noch zurück, wenngleich ich sie nie kommentarlos, mitunter warnend von Apothekern erhalte, sobald sie erfahren, dass ich Neurodermitiker bin und sie auch genau dafür einsetze. </p>
<p>Leider waren die Fiesel auf Brust, Dekolleté und Rücken nur der Auftakt, recht schnell gesellte sich die Kopfhaut hinzu, die mir regelmäßig mit offenen Stellen sehr zu schaffen machte. Bald darauf war auch das Gesicht involviert, ein Horrorzustand, der noch heute für mich einen GAU darstellt. </p>
<p>Mit Beginn des Studiums häuften sich die Schübe und eskalierten regelmäßig, das heißt, sie mündeten nicht selten in die sogenannten Superinfektionen. Meine damalige Wohnung (feuchte Wände, Schimmelpilzbefall) dürfte im Nachhinein betrachtet ihren Teil dazu beigetragen haben. </p>
<p>Nach dem Studium, mit Beginn meiner ersten Arbeitstätigkeit, kam es immer wieder zu Schüben, allerdings in zunehmend größeren Abständen, in denen sich meine Haut oft wieder erstaunlich gut stabilisierte. Leider blieben die Schübe in ihrer Intensität so heftig wie zuvor. </p>
<p>Etwa als ich 30 wurde, so meine ich beobachtet zu haben, änderte sich die Begleitung meines Lebens durch die Neurodermitis. Die Schübe haben in ihrer Intensität abgenommen, stattdessen gibt es kaum noch komplett symptomfreie Zeiten. Die Stellen, die mal mehr, mal weniger stark betroffen sind, sind zwar zu ertragen, aber eben leider stets zur Stelle. </p>
<p>Es ist sicher unmöglich, den eigenen Lebenslauf aus der Erinnerung korrekt wiederzugeben, aber mein Empfinden ist, dass ich mit 37 Jahren missmutig feststellte, nun irgendwie permanent etwas von der Krankheit zu haben. Meine eigene Erwartung hatte mich eher hoffen lassen, mit zunehmenden Alter nähmen die Symptome ab. </p>
<p>Ein Grund mehr zur <a href="/es-geht-mir-schon-so-lange">freudigen Feststellung</a> meiner nun bereits so lang anhaltenden nahezu kompletten Symptomfreiheit!</p>
<p>Was ich alles unternommen habe, um der Neuro beizukommen, dazu ein anderes Mal mehr &#8230;</p>
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